Streitkulturstadt 2010
Kultur bedeutet auch mal Streit. Auseinandersetzungen stellen sich seit 2008 Jugendliche aus Dorsten und seiner sächsischen Partnerstadt Hainichen. Sie beobachten Konflikte, halten sie im Tagebuch fest und erlernen Techniken, wie sich ein Konflikt friedlich schlichten lässt. Dazu trainierten sie nach der Formel "RAD - Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin".
Die Formel beinhaltet, Konflikte erkennen und benennen zu können, sich selbst zu positionieren: "Werde ich mit Respekt behandelt?" Im nächsten Schritt stellt sich die Frage, wie man selbst behandelt bzw. nicht behandelt werden möchte, um schließlich gemeinsame Regeln für einen wünschenswerten Umgang zu erstellen. Die Leitidee ist: "Für Verlauf und Ausgang eines Konflikts sind nur seine Austragungsformen entscheidend." In Hainichen verlief der Streitkulturunterricht zu nicht gerade zimper lichen Beispielen. Themen wie "Rassismus" und "Interkulturelle Kompetenz" lieferten entsprechenden Zündstoff, den es zu entschärfen und zu bewältigen galt. Nach einem Besuch Dorstener Jugendlicher in Sachsen, wo Hainichens Bürgermeister am Training teilnahm, erwartet Dorsten im Jahr 2010 Schülerinnen und Schüler aus Hainichen zur nächsten Deeskalationsrunde.
Termine:
Juni 2010 in Dorsten
Projekt:
Monika Engfer, Verband Evangelischer Kirchengemeinden im Bereich Dorsten (D) / Keith Matschulla, Evangelisches Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof, Dorsten (D)
Partner:
Matthäusschule Wulfen, Dorsten (D) / Mittelschule "Maxim Gorki", Hainichen (D) / Stadt Hainichen (D)
Weitere Infos zum Projekt:
WWW.STREITKULTURSTADT2010.DE


