Hattingen
In Hattingen hat sich der Künstler Andreas M. Kaufmann eine historische Struktur für seine Installation ausgesucht: die ''Große Mauer'', ein Teil der alten Stadtmauer direkt an der alten Ruhr. Die Mauer war Ende des 19. Jahrhunderts errichtet worden, um die Bahnlinie zum Transport der Erz- und Steinkohle zur Henrichshütte vor Steinschlag zu schützen. Die industrielle Vergangenheit der Henrichshütte ist heute noch im benachbarten LWL-Industriemuseum zu erleben, das den ältesten noch erhaltenen Hochofen im Revier wieder lebendig werden lässt. Heute liegt die ''Große Mauer'' am Alten Ruhrarm - die Ruhr wurde 1955 für die Henrichshütte verlegt - und ist eine wichtige Landmarke im Henrichspark.
Der Künstler will der Sprache mit seiner zweiteiligen Installation in Hattingen und der Ruine Hardenstein in Witten ein immaterielles Denkmal setzen – flüchtig und seinen eigenen Regeln gehorchend, wie jede Sprache im Grunde selbst. Mit seiner Installation verknüpft Andreas Kaufmann die industrielle Vergangenheit mit der unmittelbaren Lebenswirklichkeit der Anwohner vor Ort, die sich im typischen Ruhrgebietsdialekt widerspiegelt. Die permanente Projektion des Künstlers entreißt sowohl einen im Strukturwandel marginalisierten Ort als auch einzelne Worte des Ruhrgebietsdialekts dem kollektiven Vergessen.
Künstler: Andreas M. Kaufmann ''Dem Ort seine Sprache''
Zeitraum: 10. - 18.09.2010
Anfahrt:
Steinwand an der Alten Ruhr, Henrichshütte Hattingen, Werkstraße 31 - 33, 45527 Hattingen
Parkplätze vor der Gebläsehalle, Fußweg ca. 5 min.
ÖPNV: Bushaltestellen „Henrichshütte“ und „Industriemuseum“, Linien CE 31 und SB 37 - Verbindung von Bochum-Hbf, Linien CE 31, SB 37 und 558 - Verbindung von Hattingen-Mitte
