St. Antony-Hütte - Wiege der Ruhrindustrie
Eröffnung des LVR-Industriearchäologischen Parks
Die "Wiege der Ruhrindustrie" stand im Oberhausener Ortsteil Osterfeld. Hier floss am 18. Oktober 1758 erstmals Roheisen aus dem ersten Hochofen des Ruhrgebiets. Das Gelände wurde bis 1877 genutzt, zunächst als Eisenhütte, ab 1842 als Eisengießerei. Die St. Antony-Hütte bildete die Keimzelle des späteren Weltkonzerns Gutehoffnungshütte. Nach der Stilllegung von St. Antony wurden fast alle Gebäude abgerissen.
2006 machten sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit seinem Amt für Bodendenkmalpflege und das LVR-Industriemuseum auf die Suche nach den Resten der ersten Eisenhütte im Revier. Die aufgefundenen Zeugnisse der "Wiege der Ruhrindustrie" werden ab Juni 2010 der Öffentlichkeit im LVR-Industriearchäologischen Park zugänglich gemacht. Die begehbare Ausgrabungsstätte und das 2008 eröffnete Museum im ehemaligen Wohnhaus des Hüttendirektors erzählen die spektakuläre Entstehungsgeschichte der Ruhrindustrie: Bestechung, Schießereien und Betrug inklusive.
ab Juni 2010
Di - Fr 10-17 Uhr
Sa 11-17 Uhr
So 10-18 Uhr
Kombiticket erhältlich für Grabung und Museum
LVR-Industriearchäologischer Park St. Antony-Hütte, Oberhausen
Unterstützt wird der LVR-Industriearchäologische Park von der NRW-Stiftung Natur, Heimat, Kultur, der Sparkassen-Bürgerstiftung Oberhausen, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, dem Land Nordrhein-Westfalen, der Stadt Oberhausen, der Gesellschaft zur Förderung des LVR-Industriemuseums e. V., der MAN AG, der MAN-Turbo AG und der Firma Heinrich Becker GmbH
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.industriemuseum.lvr.de/schauplaetze/oberhausen/antony/


