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Das Rauschen im Medienwald

Stöbern Sie in journalistischen Schlagzeilen, Berichten und Kommentaren rund um die Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 und die Metropole Ruhr:

2009 (in Auswahl)
2008 (in Auswahl)
2005 (in Auswahl)
          


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Medien-Rauschen 2009 (in Auswahl):


"Der Wind fegt, die Autobahn rauscht, ferne Dämpfe wallen. Am Horizont glimmt es zuweilen rötlich auf - fast romantisch. (...) Und auch wenn inzwischen die Wäsche auf dem Balkon nicht mehr schwarz wird und Hügel aus Bergwerksschutt mit Wiesen und Birkenhainen ansehnlich begrünt wurden, so wäre es für Oberschwaben doch absurd, im Revier ausgerechnet die von den Einheimischen heftig gepriesene Natur zu suchen. Viel spannender ist sowieso die Erforschung der alten Industrieanlagen, die jetzt extravagant genutzt werden."

Schwäbische Zeitung, Aalener Nachrichten, Birgit Kölgen / 30.12.2009

"Kulturhauptstädte schaffen Lebensqualität: Bevor im Ruhrgebiet das Programm RUHR.2010 startet, macht eine neue Studie über den Erfolg der Vorgängerstädte Mut. (…) Das Jahr 2010 kann für das Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen zu einem ausgewachsenen "Sonderkonjunkturprogramm" führen. Die Kulturhauptstadt RUHR.2010 in Verbindung mit Wachstum im Tourismus, in der Kreativwirtschaft und in benachbarten Branchen verspreche "beachtliche Effekte". Davon ist Stefan Höffinger überzeugt, Geschäftsführer der internationalen Unternehmensberatung Arthur D. Little Austria in Wien. Mit Blick auf RUHR.2010 hat er die erste Studie über "Art Cities - Kunst und Kultur als Strategie zur Schaffung standortpolitischer Vorteile" erarbeiten lassen. Bedeutende Kulturereignisse, wie sie zum Programm der Kulturhauptstädte gehören, können kurzfristig und nachhaltig sehr positive Effekte haben (…), sagt die Studie. "Es ist möglich, mit Investitionen in Kunst und Kultur standortpolitische Vorteile zu erreichen, wenn man professionell vorgeht", unterstreicht die Studie von Arthur D. Little: Mehrumsätze der Kultureinrichtungen und benachbarter Wirtschaftszweige, zusätzliche Steuereinnahmen durch steigende Besucher-, Kunden- und Gästezahlen könnten direkt verwirklicht werden. Hinzu kommen ebenfalls wachsende Beschäftigung und Investitionen in die Kultureinrichtungen und deren Umgebung. Indirekt und längerfristig wirkt das internationale Medienecho als Magnet für Gäste, die sonst nicht kämen. Die weltweit wachsende Kreativwirtschaft liebt eine kulturell anregende Umgebung - es kommt in funktionierenden Kulturhauptstädten also auch dort zu zusätzlichen Ansiedlungen. Werden die Anwohner und die Menschen in der näheren Umgebung klug einbezogen, wächst zudem die Lebensqualität. So entsteht "soziales Kapital". (…) "Das Ruhrgebiet als größte Metropolregion zwischen Paris und Moskau hat alle Chancen, dem Beispiel nachzueifern", sagt Stefan Höffinger. Für Beachtung werde sorgen, dass hier erstmals eine Region dieser Größe gemeinsam auftrete. "Wenn das Ergebnis überzeugt, kann das unbezahlbar sein.""

Welt am Sonntag, Peter Lamprecht / 6.12.2009

"Die Website www.ruhr2010.de ist die erste und beste Anlaufstelle, um sich über das umfangreiche Programm zu informieren. Schauen Sie rein, es lohnt sich."

newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Ausgabe November 2009

"Kaum eine Region Deutschlands ist so mit Klischees zugekleistert wie der Kohlenpott: Malocher, Brieftauben, Fußball, Bergmannschor, Staub, Kohle, Schimanski, Rheinhausen, Stahl und Arbeit, immer wieder ehrliche und harte Arbeit. Das alles stimmt irgendwie und stimmt doch nicht. Oder nicht mehr. Das Ruhrgebiet des 21. Jahrhundert hat seine Bilder noch nicht gefunden und muss sich deswegen mit den Alten begnügen. Daran wird auch die Europäische Kulturhauptstadt RUHR.2010 nicht viel ändern können. Zu gewaltig ist die Aufgabe, Europas drittgrößtem Ballungsraum neue, wahrhaftige und zeitgemäße Bilder zu schenken. Dennoch darf man gespannt sein, wie tief sich die Schächte der RUHR.2010 in das Kulturleben des Ruhrgebiets hinein graben und vor allem was sie zu Tage fördern werden."

newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Rüdiger Bertram (Chefredakteur), Ausgabe November 2009

"Gemeinhin vergibt die EFA den Saisonhöhepunkt der Preisverleihung an klassische Metropolen wie London, Paris, Rom oder Warschau. Allerdings ist das Ruhrgebiet keineswegs bloß ein erfrischender Exot im Konzert der Etablierten. Einerseits ist es nach London und Paris der drittgrößte Ballungsraum Europas und von entsprechender Vielfalt geprägt; nicht von ungefähr ist in den internationalen Publikationen von der Metropole Ruhr als Veranstaltungsort die Rede. Außerdem hat die Region mit der Ausrichtung der Ruhrtriennale hinreichend bewiesen, dass sie in der Lage ist, große Kunst- und Kulturereignisse zu stemmen und somit den Wandel des Ruhrgebiets weg von der Industrielandschaft hin zur Industriekultur zu dokumentieren."

newsletter - Der Brancheninformationsdienst der Filmstiftung NRW, Uwe Mies zur Verleihung des 22. Europäischen Filmpreises in der Metropole Ruhr, Ausgabe November 2009

"Mit dem Mythos Ruhr ins Morgen. (...) Es dürfte schwer sein, 2010 im Ruhrgebiet der Kultur zu entkommen."

NRZ, Jörg Bartel / 31.10.2009

"Das Ruhrgebiet zieht diesmal wirklich an einem Strang."

RuhrNachrichten, Bettina Jäger / 31.10.2009

"Aber freuen wir uns erst einmal auf das Kulturhauptstadtjahr. Zünden wird es, wenn es gelingt, die Menschen der Region neu für die Region zu begeistern und sie so nicht nur zum Publikum, sondern zum Motor der Kulturhauptstadt zu machen durch Teilhabe. Vielleicht gelingt ja sogar ein Ganzjahres-Sommermärchen nach Art der Fußball-WM."

WAZ, Jens Dirksen / 31.10.2009

"De culturele revolutie van het Ruhrgebied - De bezoeker geniet hier van een bloeiende "Industriekultur".
Het landschapspark Duisburg-Nord - een betonnen en stalen sprookjesland - baadt nu in rood, groen, geel en blauw licht. (...) Dit is geen vervallen, deprimerend oord, maar een paradijs voor fotografen. Nog een verplicht nummer staat in Oberhausen: de Gasometer. (...) De Gasometer is een juweel, (...) Overal waar ik kom in het Ruhrgebied, van Oberhausen in het westen tot Hagen en Unna in het oosten, staat de Industriekultur in bloei.
Ik verwacht natuurlijk geklaag over instanties, over geld en over kunsthaters, maar als Stutzinger (Jürgen Stutzinger, Gelsenkirchener Künstler; A.d.Red.) losbarst bezingt ook hij de plaatselijke kunstacademies, de musea, de concertzalen, de culturele sfeer. "Het Ruhrgebied is geweldig! Er wonen hier 5,3 miljoen mensen. Je moet niet naar Keulen of Berlijn gaan. Hier gebeurt het, in Essen, Dortmund en Bochum."
(Die kulturelle Revolution des Ruhrgebiets - Der Besucher genießt hier die blühende "Industriekultur".
Der Landschaftspark Duisburg-Nord - ein Märchenland aus Beton und Stahl - badet jetzt im roten, grünen, gelben und blauen Licht. (...) Das ist kein verfallener, deprimierender Ort, sondern ein Paradies für Fotografen. Noch eine obligatorische Nummer steht in Oberhausen: das Gasometer. (...) Der Gasometer ist ein Juwel, (...) Überall wo ich im Ruhrgebiet hinkomme, von Oberhausen im Westen bis Hagen und Unna im Osten, steht das Ruhrgebiet in der Blüte.
Ich erwarte natürlich Klagen über Behörden, über Geld und Kunsthasser, aber als Stutzinger (Jürgen Stutzinger, Gelsenkirchener Künstler; A.d.Red.) aus sich rausplatzt, besingt auch er die örtlichen Kunstakademien, Museen, Konzertsäle, die kulturelle Atmosphäre. "Das Ruhrgebiet ist großartig! Hier wohnen 5,3 Millionen Menschen. Man muss nicht nach Köln oder Berlin. Es passiert hier, in Essen, Dortmund, Bochum.")

Het Financieele Dagblad, Paul Robert / 26.09.2009

"Dass solche Klischees im Rest Deutschlands verschwinden, auch dafür ist RUHR.2010 wichtig."

RuhrNachrichten, 11.09.2009. Ronny von Wangenheim zur Idee des neu in der Metropole Ruhr angesiedelten Webradios ByteFM, eine "Heavy-Metal-Sendung aus dem Pott" zu senden.

"Trendy Ruhrgebied culturele hoofdstad - Het is dan ook al lang niet meer zo dat het Ruhr-gebied een grauw industriegebied is, wat velen nog steeds denken. In tegendeel, het heeft een opvallende metamorfose ondergaan waar allerlei spannende culturele uitingen plaatsvinden, van bijzondere exposities tot een nacht lang dansen in een hoogoven. (...) Steeds meer jongeren reizen af naar Duitsland en is het trendy Ruhr-gebied met vele nieuwe uitingen op het gebied van mode en kunst, en ook op shopgebied, daarbij aantrekkelijk." ("Das Ruhrgebiet ist schon lange kein graues Industriegebiet mehr, wie viele noch immer denken. Im Gegenteil hat es eine ungeheure Metamorphose erfahren, in der viele spannende kulturelle Projekte stattfinden, angefangen von besonderen Ausstellungen bis zur ExtraSchicht. (…) Immer mehr junge Menschen reisen nach Deutschland, und insbesondere das Ruhrgebiet ist anziehend mit den vielen neuen Äußerungen auf dem Gebiet der Mode und Kunst und auch durch seine Shoppingmeilen.")

De Telegraaf, Ron Peereboom Voller / 02.09.2009

"Nun - auf dem letzten Stück des Weges vom verrußten Kohlenpott zum Hochofen der Kultur - ist die Finanzkrise da und könnte den gemeinsamen Auftritt von 53 Städten des Ruhrgebiets als europäische Kulturhauptstadt 2010 vermasseln. Tut sie aber nicht. Zwölf Monate lang wird sich die Kulturhauptstadt mit insgesamt 2500 Veranstaltungen einem internationalen Publikum präsentieren - und zwar nicht nur in Museen, Konzert- oder Opernhäusern, sondern überall dort, wo Menschen sind."

Financial Times Deutschland, Claudia Eicke-Diekmann / 22.06.2009

"Das Ruhrgebiet als diesjährige Partnerregion der ITB (Internationale Tourismus-Börse Berlin; Anm.d.R.) war ein Glücksgriff - welchen Symbolwert diese Wahl eines Tages haben würde, ahnte Ende 2007 niemand, als die Entscheidung gefällt wurde: Kaum eine andere Region hat in den vergangenen Jahren besser bewiesen, wie man eine Krise kreativ nutzen kann, wie sich stillgelegte Produktionsstätten, auf denen einst die Hoffnung eines gesamten Industriezeitalters ruhte, nach dem Absturz in Orte der kulturellen Begegnung verwandeln lassen, wie also eine einstige Industrielandschaft sich touristisch umdeuten lässt."

FAZ, Karen Krüger / 18.03.2009
            
           

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Medien-Rauschen 2008 (in Auswahl):


"Das Revier war lange Zeit der Schmutzfink in der Landschaft. So jedenfalls war die Außensicht. Im Zuge der Vorbereitungen zur Kulturhauptstadt hat sich die Wahrnehmung verändert - das Revier ist eine Perle."

WAZ, Martin Spletter / 19.10.2008

"Das Ruhrgebiet ist nicht grau. Das Ruhrgebiet ist nicht schwarz. Das Ruhrgebiet ist grün."

Süddeutsche Zeitung, Johann Schloemann / 17.10.2008

"Wir sind Weltmeister im Wandel."

Stern, Uli Hauser und Michael Streck / 09.10.2008

"Deutlich erkennbar entsteht eine neue Dynamik in der Stadt (Essen; Anm.d.R.). Ein Hauch Berlin. Maler nageln Bilder an die Wände leerer Fabrikhallen, DJs stellen ihre Plattenspieler in einen alten Kriegsbunker, Theaterleute verwandeln eine U-Bahn-Haltestelle in eine Oper. Aufbruch weht durch Essen."

Spiegel Extra, Christoph Scheuermann / Oktober 2008
               
              

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Medien-Rauschen 2005 (in Auswahl):


"Eine ganze Landschaft enthüllte sich in drei Stunden als Bühne eines umfassenden Trauerspiels, dessen Besetzung - unscheinbar oder spektakulär - den Untergang verweigerte. Wo immer wir hinkamen, waren Häuser, Siedlungen, Industriedenkmäler mit dem Umlernen im größten Stil beschäftigt, und die neue Sprache war nicht nur diejenige einer spezialisierten »Kultur«: Sie schlug Brücken über den ebenso monumentalen wie unvermeidlichen Bruch mit der industriellen Vergangenheit. Was die Zeit schon abgeschrieben hatte, war ihr, als urbanistische Avantgarde, plötzlich wieder voraus. Das ehemalige Revier atmete nicht mehr Staub, sondern Zukunft."

Die Zeit, Adolf Muschg / 17.03.2005