Von Lübeck nach Augsburg

Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe und Augsburger Kulturbürgermeister Peter Grab / Foto: RUHR.2010/ Hanns-Dietrich Schmidt
Am Sonntag, den 1. August, trat der Europäische Stadtbrief seine bisher längste Reise an: Lübeck, hoch im Norden, übergab den Staffelstab an Augsburg, die südlichste der Städte, die sich im Verbund der ehemaligen deutschen Bewerber "National Heroes - Deutsche Kulturstädte" zusammengefunden haben.
Der Lübecker Bürgermeister Bernd Saxe und die Kultursenatorin Annette Borns erläuterten im Ratssaal des historischen Rathauses das Projekt ihrer Stadt. Es geht um das Europäische Hansemuseum Lübeck, das 2012 als "Erlebnismuseum" eröffnet werden wird und sich mit der Vergangenheit und der Aktualität des Phänomens Hanse auseinandersetzt. Die Stadt verspricht sich davon eine neue kulturelle Attraktion, die viele Besucher aus dem In- und Ausland anlocken wird.
Darauf, dass eine solche Neuinvestition auch in Zeiten knapper Kassen möglich wird, ist man in Lübeck besonders stolz. Die durch private Spenden finanzierte Possehl-Stiftung übernimmt auf Bitten der Hansestadt die Kosten für Planung und Bau. Somit können die Lübecker wirklich von "ihrem" neuen Museum sprechen, denn ohne das Engagement der Bürgerschaft wäre das Vorhaben wohl in den Schubladen verschwunden.
Der Augsburger Kulturbürgermeister Peter Grab übernahm den Europäischen Stadtbrief. Er und der Vertreter von RUHR.2010, Prof. Hanns-Dietrich Schmidt (Internationale Abteilung), wünschten den Lübeckern bei ihrem beeindruckenden Projekt viel Erfolg.
Auch beim anschließenden Abschlussfest der 121. Travemünder Woche wurde in Anwesenheit des gesamten Schleswig-Holsteinischen Landtages das Netzwerk "National Heroes – Deutsche Kulturstädte" gewürdigt.
